Kurz gesagt: Diese Mail ist Phishing — sie kommt nicht von der Targobank. Klick nicht auf den Button. Aktuell kursiert eine gefälschte Bank-Mail mit dem Betreff „Hinweis: Überweisung in Prüfung", die dich mit einer angeblich verdächtigen Überweisung ködert.

Was in der Mail steht

Im Targobank-Blau aufgemacht, Überschrift „Hinweis: Überweisung in Prüfung". Der Text behauptet: Für dein Konto sei eine Überweisung auf ein externes Konto „registriert" worden. Falls du die Transaktion nicht veranlasst hast, sollst du sie „prüfen und ggf. stornieren" — „bitte zeitnah". Es folgen erfundene Transaktionsdetails (Referenz „TRF-BBD39XXX", ein Erkennungsdatum) und ein Button „Überweisung prüfen". Darunter Vertrauens-Signale wie ein Kästchen „SSL-gesicherte Verbindung" und der Satz „Wir fragen niemals nach Ihren Zugangsdaten per E-Mail".

Warum diese Masche so gefährlich ist

Der Trick dreht die übliche Drohung um: Statt dir mit einer Kontosperre zu drohen, gibt die Mail vor, dich vor einem Betrug zu schützen. Genau diese vermeintliche Hilfsbereitschaft senkt deine Wachsamkeit — aus Angst, gerade bestohlen zu werden, klickst du reflexartig auf „stornieren". Der Button führt aber auf eine nachgebaute Login-Seite, die deine Bankzugangsdaten und oft direkt eine TAN abgreift. Damit räumen die Täter dein Konto tatsächlich leer.

Woran du den Betrug sofort erkennst

  • Der Absender. Die Mail kommt von multi-com@erathoma.com — einer wildfremden Adresse, nicht von @targobank.de. Dein Postfach markiert sie als „Neuer Absender". Klick niemals auf „Absender annehmen", nur weil dort ein Bankname steht.
  • Die fehlenden Umlaute. „Uberweisung", „Prufung", „Fur Ihr Konto" — echte deutsche Bankmails schreiben Ü und ü korrekt. Systematisch fehlende Umlaute verraten eine Fälschung, die oft aus dem Ausland stammt.
  • Vertrauens-Deko ohne Wert. Ein Kästchen „SSL-gesicherte Verbindung" oder der Satz „Wir fragen niemals nach Ihren Zugangsdaten" sollen dich beruhigen. Beides kann jeder in eine Mail schreiben — es beweist nichts. Ironischerweise fragt die verlinkte Seite dann genau danach.
  • Erfundene Details, unpersönliche Anrede. Eine kryptische Referenznummer und „Guten Tag" ohne deinen Namen sollen Dringlichkeit und Echtheit vortäuschen.

Was du jetzt tun solltest

  • Nicht klicken. Ignoriere den Button und die erfundene Überweisung.
  • Selbst einloggen. Willst du sichergehen, öffne die offizielle Banking-App oder tippe die Adresse deiner Bank von Hand ein — nie über den Mail-Link. Steht dort keine verdächtige Überweisung, war die Mail Betrug.
  • Im Zweifel anrufen. Nutze die Service-Nummer auf der Rückseite deiner Bankkarte, nicht die Nummer aus der Mail.
  • Melden und löschen. Leite die Mail an die Verbraucherzentrale weiter (phishing@verbraucherzentrale.nrw) und an deine echte Bank, dann lösche sie.
  • Schon Daten oder eine TAN eingegeben? Ruf sofort deine Bank an und lass den Zugang sperren, sperre Karte und Konto über den Notruf 116 116, ändere dein Banking-Passwort und erstatte Anzeige bei der Polizei.

Diese „verdächtige Überweisung"-Masche trifft alle Banken — Sparkasse, Volksbank, ING, Comdirect und eben die Targobank. Wie du solche Fälschungen generell in Sekunden erkennst, zeigt dir unser Ratgeber „Phishing erkennen". Eine konkrete Nachricht kannst du in der Rubrik Ist das echt? gegenprüfen.